Online-Rennspiele gibt es in Hülle und Fülle und die meisten haben ein Problem: Nur der Sieger hat seinen Spaß. Diese Meinung vertritt zumindest Slightly Mad Studios, der Entwickler von World of Speed, einem MMO-Racer, vertrieben von my.com. Als Schöpfer der GTR-Reihe und den Titeln Need for Speed Shift und Shift2, hat der Londoner Entwickler schon öfters bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen, wenn es um heiße Reifen und kochendes Benzin geht. Ihr Ziel für World of Speed: Ein  punktebasiertes Teamplay mit Klassensystem.

Nicht (nur) der Erstplazierte gewinnt

Das heißt nicht, dass eure Platzierung im Spiel keine Relevanz mehr hat. Doch hinter dem, welcher als erster die Ziellinie erreicht, steht nun ein ganzes Team. In jedem Rennen treten zwei Crews gegeneinander an und holen sich durch das Halten der Höchstgeschwindigkeit, sauberes Driften und das Meistern schwieriger Kurven Punkte. Wer dabei bestimmte Aufgaben erfüllt, kriegt zusätzliche Punkte. Auch eure Platzierung korrigiert eure Endwertung nach oben. So kann man zu den Siegern gehören, auch wenn man das Rennen nicht als erster beendet. Wer talentiert driftet oder einfach nur den Gegner behindert, ist mindestens genauso wichtig, wie derjenige, der einfach nur am schnellsten das Rennen beendet.  Im Umkehrschluss kann man aber auch als Erstplazierter zu den Verlierern gehören, wenn das gegnerische Team in der Zeit mehr Punkte macht, als der erste Platz kompensieren kann. 

World of Speed (2)
World of Speed (1)

Wer schonmal in einem MMO-RPG im Team gespielt hat, wird wissen, dass man mit einem reinen Krieger- oder Magier-Team nicht weit kommen wird. Ähnlich verhält es sich bei World of Speed. Zu diesem Zweck git es verschiedene Fahrzeugklassen. Die einen sind besser für Drifts, andere eignen sich eher zum Rammen.  Ein ausgeglichenes Team, mit klarer Rollenverteilung soll im Finalspiel der Schlüssel zum Sieg sein.

Grafisch macht das aktuell noch in der Beta befindliche Spiel einen grundsoliden Eindruck. Fahrzeug- und Schadensmodelle sowie Umgebungen  sind nicht das non plus ultra, aber durchaus ansehnlich. Als Free-to-Play-Titel soll vorallem eine breite Masse angesprochen werden und so wird wohl am Ende jeder moderne PC World of Speed ohne Probleme abspielen können. Auch im Sound zeichnet sich dieses Bild ab. Die Musikuntermalung erscheint weder besonders gut noch besonders schlecht und die Motoren wirken zwar etwas schwach aber keineswegs unglaubwürdig. Ob World of Speed am Ende hält, was es verspricht, wird sich erst zeigen. Doch die kurze Anspielsession in Köln offenbarte großes Potential.

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