Angeschaut: The Evil Within

Wenn sich Gamescom-Besucher gute 2 Stunden an einem Stand anstellen, an dem sie nur 20 Minuten Gameplay anschauen können, dann muss das Spiel schon wirklich etwas besonderes sein. Ob das auf The Evil Within zutrifft? Das Potenzial hat der Titel in jedem Fall, immerhin kommt das Spiel aus der Hand von Shinji Mikami, dem Schöpfer von Resident Evil. Zudem hatte Bethesda angekündigt, den in letzter Zeit viel zu actionlastigen Survival-Horror mit The Evil Within zurück zu seinen Wurzeln zu bringen.

Blut

Wer kein Blut sehen kann, sollte von The Evil WIthin besser die Finger lassen.

Als Detective Sebastian Castelanos ein Massaker in einer Irrenanstalt aufklären soll, hat er sicherlich mit dem Schlimmsten gerechnet. Nachdem er kurz darauf niedergeschlagen wird und sich inmitten von zerstückelten Leichen an einen Fleischerhaken gekettet wiederfindet, weiß er:  Das Schlimmste war nicht annähernd schlimm genug. Doch nicht nur äußerst monströse Freaks machen für Castelanos die Flucht aus der Anstalt zum schlimmsten Albtraum seines Lebens. Hinzu kommen mit der Zeit Parallelwelten und Halluzinationen, sowie die Frage, was real und was eingebildet ist. Ein echter Psychotrip, der in so mancher Szene an Absurdität und Perversion scheint, als wäre er kaum noch zu überbieten.

Setting

Eine psychatrische Anstalt war wirklich nicht die schlechteste Settingwahl.

Massaker

Und ein Massaker in ihr ist auch nicht die schlechteste Hintergrundstory.

Die Grundsätze des Survival-Horrors sahen sehr gut umgesetzt aus. Steuerungstechnisch erwartet uns wohl eine Kombination aus Resident Evil 6 und The Last of Us, sprich ein wenig Stealthgameplay findet sich dort auch wieder. Eine klassische Steuerung mit fester Kamera gibt es leider nicht. Was jedoch sehr klassisch wirkt ist das Ressourcenmanagement. Wenig Kugeln für euren Revolver und keine Lebensregeneration zwingen euch bei jedem Gegner zwischen Kampf und Flucht zu entscheiden. Hinzu kommen Bossgegner die in Sachen Bedrohung noch einmal in einer ganz anderen Liga spielen. Auch an das Gefühl der Isolation hat Entwickler Tango Gameworks gedacht. Sprich: Kein Koop, kein Kumpel/NPC an eurer Seite, nur ihr allein und… diese Dinger…

Monster

Gegenüber diesem Biest, wirkt Alma (F.E.A.R.) geradezu liebenswert.

Wird The Evil Within den Survival Horror tatsächlich zurück zum alten Glanz bringen? Zweifel bestanden vor der Präsentation, und Fans des klassischen Survival Horrors werden wohl auch mit The Evil Within ihre Probleme haben. Doch mehr Survival Horror als das, was heute die Namen Resident Evil und Silent Hill trägt, ist The Evil Within allemal.

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