Techland machte sich in den letzten Jahren mit Dead Island einen Namen. Mit Dying Light will der polnische Entwickler nun noch einen drauflegen. Auf der Gamescom konnten wir einen Blick auf den Mix aus Zombieschlachten und Parkoureinlagen werfen.

Im vornherein fiel über Dying Light schnell das Urteil, Dead Island mit etwas Mirrors Edge zu sein. Genauso schnell wird dieses Vorurteil allerdings auch wieder entkräftet, wenn man den Controller in der Hand hält. Dying Light spielt sich deutlich schneller und dynamischer, gegenüber Techlands erster Zombieschlacht. Sprinten kostet keine Ausdauer und die direkte Konfrontation kann besonders in den offenen Arealen auch gut vermieden werden. Auf der anderen Seite funktionieren klettern und rennen wesentlich unkomplizierter als in Mirrors Edge. Jegliche Pakoureinlagen werden mit einer Taste gesteuert, um so den Untoten die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie verdienen. So rennt, springt und schnezelt man sich also entweder allein oder mit bis zu drei Mitspielern durch die Apokalypse. Damit die Geschichte nicht allzu eintönig wird, spielt zudem die Tageszeit eine wichtige Rolle. Wohingegen tagsüber die Zombies eher langsam und träge wirken, sind sie in der Nacht deutlich schneller und stärker. Somit steht man während des Spielens auch immer ein wenig unter Zeitdruck, da man versuchen sollte, alle Aufgaben bei Tageslicht zu Ende zu bringen.

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Wie auch bei Dead Island, ist die gesamte Kampange von Dying Light kooperativ mit bis zu vier Mann durchspielbar. Zwar spielt hierbei immer das Teamplay eine wichtige Rolle (Aufteilung der Beute, Unterstützung bei Gefahren), doch von Zeit zu Zeit wird das Ganze durch kleinere Wettkämpfe unter den Spielern aufgelockert. Zwar gehen diese über „Töte die meisten Zombies“ oder „Durchquere als erster den Raum“ nicht weiter hinaus, doch als kleine Abwechslung sind diese kurzen kompetitiven Momente gern gesehen. Auch besteht die Möglichkeit, in das Spiel anderer Spieler hinein zu springen und die Rolle eines Überzombies zu übernehmen. So müssen die menschlichen Spieler gemeinsam dieses große Monster bekämpfen und zeitgleich bestimmte Aufgaben erfüllen. Der Modus sorgte bei mir für eine extreme Anspannung und stellte einen interessanten Punkt im Multiplayer dar.

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Ebenfalls zufrieden stellte die Optik des Titels. Dying Light läuft auf der von Techland eigens entwickelten Chrome Engine 6 und konzentriert sich dabei – wer hätte es gedacht – auf beeindruckende Lichteffekte. Im Zusammenspiel mit hübschen Texturen und  einem guten Sound, macht Dying Light schon jetzt einiges her. Wir hoffen auf eine USK-Freigabe und freuen uns auf das fertige Spiel.

Bildquelle: Techland

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