Steam: Fast 1.000 Spiele aus dem deutschen Store entfernt – auch Tales from the Borderlands betroffen
Vielleicht erinnert ihr euch: Schon vor einiger Zeit verschwanden mehrere Titel plötzlich aus dem deutschen Steam-Store, darunter Ark 2, das bis heute nicht zurückgekehrt ist. Der Grund ist bei all diesen Spielen derselbe – ihnen fehlt eine Altersfreigabe. Ohne die darf ein Spiel in Deutschland gesetzlich weder öffentlich ausgestellt noch beworben werden.
Am 29. April 2026 hat Valve das Angebot offenbar erneut durchforstet und rund 900 weitere Spiele aus dem Shop genommen. Eine offizielle Erklärung dazu gibt es bislang nicht, doch mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich wieder um Titel ohne die nötige Alterskennzeichnung.
Ein bekannter Name unter den Verschwundenen
Der Nutzer derpystuff_ hat sämtliche betroffenen Spiele in einem Reddit-Beitrag zusammengetragen. Der Großteil stammt aus China oder gehört zu eher unbekannten Titeln. In einer separaten Liste führte er allerdings jene Spiele auf, die mindestens 250 Nutzerbewertungen gesammelt haben – und dort sticht ein Name besonders heraus: Tales from the Borderlands von Telltale Games.
Das Studio ging vor einigen Jahren insolvent, weshalb vermutlich schlicht niemand mehr da ist, um das Formular für die Altersfreigabe einzureichen. Sofern Publisher 2K die Sache nicht übernimmt, könnte das Adventure dauerhaft aus dem deutschen Store verschwinden – was durchaus schade wäre: Der Titel kommt auf einen Metascore von 85 und wird von Spielern bis heute in bester Erinnerung gehalten.
Wer Tales from the Borderlands bereits besitzt, kann es problemlos weiter installieren und spielen. Wollt ihr es nachträglich erwerben, müsst ihr allerdings auf einen offiziellen Key über seriöse Anbieter wie Humble Bundle ausweichen. Ganz aus der Welt ist das Spiel also nicht – der Kauf ist nur etwas umständlicher geworden. Und wer nach diesem Ausflug in die Erinnerung Lust auf mehr im Telltale-Stil hat, sollte einen Blick auf Dispatch werfen: Das Spiel stammt von ehemaligen Telltale-Veteranen, die sich nach der Studioschließung beim neuen Team AdHoc zusammengefunden haben.




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