„Destiny“ ist eines der am meisten erwarteten Spiele dieses Jahres. Wir hatten die Chance das Spiel in der Alpha auf der PlayStation 4 anzuspielen. Was wir von dem Spiel halten und wie viel Potential noch drin steckt erfahrt ihr hier.

Überraschende Einladung

Als ich am Donnerstag in meinem Email Postfach eine Mail von Sony mit dem Betreff „Willkommen bei der First-Look-Alpha von Destiny bekam, wunderte ich mich erst mal woher dieser kam. Scheinbar musste ich mich irgendwann mal für diese Alpha beworben haben ohne es zu wissen. Aber wenn der Key schon mal da ist, warum sollte ich es nicht auch mal testen? Also PlayStation an, Key eingeben und dann der erste Schock: 6,7 GB Daten mit meiner Holzleitung von Internet. Die Vorfreude verschwand allmählich während der Ladebalken langsam voran schritt.

Es geht los

Am Freitag war es dann endlich soweit und ich konnte das Spiel starten. Der Ladebildschirm erschien und blieb. Er blieb ziemlich lange, sogar so lange, dass ich dachte die PlayStation hätte sich aufgehangen. Doch nach langem warten erschien endlich das Menü. Sofort erstellte ich eifrig meinen ersten Charakter, ein Titan der Rasse Mensch. Noch schnell das passende Gesicht erstellt und dann konnte es los gehen. Die Mühe mit dem Gesicht hätte ich mir aber eigentlich sparen können, da es sowieso von meinem Helm verdeckt wird.

Bei der Charaktererstellung können wir uns zwischen drei Klassen entscheiden: Titan, ...

Bei der Charaktererstellung können wir uns zwischen drei Klassen entscheiden: Titan, Hunter oder Warlock. Im Bild zu sehen ist der Titan

Halo auf der PlayStation?

Ohne eine Erklärung wo ich bin und was ich überhaupt hier machen soll stand ich nun allein auf einer Karte mit dem Auftrag ein gewisses Ziel zu erreichen. Ich lauf also los und nach wenigen Metern treffe ich schon auf die ersten Gegner. Diese waren zwar nicht schwer zu töten, aber mir ging trotzdem die ganze Zeit ein Gedanke durch den Kopf: “Spiele ich hier gerade Halo?” Nein, natürlich spielte ich kein Halo, aber Destiny lässt sich tatsächlich genauso steuern wie die alten Teile der Halo-Reihe. Das ist aber keineswegs als Kritikpunkt aufzufassen sondern eher ein Lob, denn die Steuerung ist sehr leicht und angenehm. Die Ähnlichkeit zu Halo ist aber eigentlich auch nicht überraschend, immerhin wird das Spiel von Bungie, den ehemaligen Halo-Entwicklern, produziert.

Ich bin nicht allein

Ich folgte dem Weg also in Richtung Ziel, tötete ein paar Gegner und stand plötzlich vor einem anderen Spieler. Wo der herkam, keine Ahnung. Wir standen uns gegenüber und schauten uns an. Nach einem kurzen Moment erschien am linken Bildschirmrand die Meldung, dass mich ein anderer Spieler in eine Gruppe eingeladen hat. Ich nahm diese Einladung an und ab diesem Moment irrte ich nicht mehr allein in der Welt herum, sondern hatte einen Begleiter der sich scheinbar besser auskannte als ich. Zusammen erledigten wir unsere erste Mission und wurden darauf hin mit unserem Raumschiff zurück zum Turm, meinem Heimatort, gebracht. Dort war mein Mitspieler plötzlich verschwunden und ich war wieder allein. Doch diesmal sollte mich das nicht stören, denn im Turm kann man sich zum Glück nicht leicht verlaufen. Ich wurde nun von einer Person zur nächsten geschickt und durfte mir dort meine Belohnung für die abgeschlossene Mission abholen. Ich freute mich über meine neue Rüstung, die zwar stärker war als die alte, aber dennoch irgendwie fast gleich aussah.

Eroberung

Danach hatte ich die Wahl meine nächste Mission auf der Erde zu erledigen, oder im direkten Kampf mit anderen Spielern mein Können zu beweisen. Ich entschied mich für die zweite Option und stand nach einer längeren Suche nach anderen Spielern auch irgendwann auf einer Karte. Bei diesem Spielmodus kämpfen 5 Spieler pro Team um insgesamt drei Flaggenpunkte auf der Karte die es zu erobern und verteidigen gilt. Auch diesen Spielmodus hab ich sofort verstanden (Das ist bei mir nicht immer so) und ich hatte viel Spaß. Sogar so viel Spaß, dass ich gar nicht mehr drüber nachgedacht habe noch eine andere Mission spielen zu können. Nach mehreren Stunden Spielzeit habe ich dann glücklich meine PlayStation ausgeschaltet und kann es nun kaum noch abwarten die Beta von Destiny ab dem 17. Juli zu spielen.

Fazit

Destiny ist ein spannender und spaßiger RPG Shooter mit kleinen Macken. Die Grafik hat mich sehr überzeugt und passt wunderbar zu dem Setting des Spiels. Bungie überrascht mit guten Spielideen und einem flüssigen Gameplay. Alles in allem freue ich mich sehr darauf das Spiel weiter zu testen und vielleicht sogar noch ein paar Überraschungen zu entdecken. Lobenswert ist aber auf jeden Fall, dass Bungie monatliche Gebühren für das Spiel grundlegend ablehnt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Spiel nicht durch unfaire Mikrotransaktionen finanzieren soll. Im gesamten sehe ich ein sehr hohes Potenzial für Destiny.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.