Gamescom: Zombie U – Wii soll ich mir das vorstellen?

Nach früheren Zombie-Slashern wie Left 4 Dead oder Zombie-Survival-Games wie dem noch relativ jungen DayZ Mod für Arma II stehen alle Zombie-Games wieder voll im Kurs.

Doch nicht nur auf den aktuellen Konsolen oder auf dem PC können sie punkten, sondern auch auf den kommenden Geräten.Das witterte auch Ubisoft und hat kurzerhand die neueste Kreation von Nintendo, die Wii U und ihren hausgemachten Zombietitel „Zombie U“ auf die Gamescom gebracht.

Wer eine Stunde Wartezeit erübrigen kann, der hat die Möglichkeit sowohl Konsole als auch Spiel anzutesten. Dabei überzeugt vor allem das Zusammenspiel beider Parteien. Zwar wird einem in den 15 Minuten nicht viel Story, dafür aber eine ganze Menge über die Möglichkeiten der Konsole und die Spielmechanik von „Zombie U“ nahegebracht. Der mit einem Bildschirm bestückte Controller liegt gut in der Hand, das einzige feststellbare Manko waren die tief liegenden Schultertasten, die etwas schwierig zu erreichen waren. Doch wer sich daran nicht stört, der kann sofort ins Spielgeschehen einsteigen. In zwei kurzen Testleveln darf man sich zunächst mit der noch recht schwammigen Steuerung vertraut machen, wobei hier gesagt werden muss, dass laut den Ubisoft-Mitarbeitern vor Ort weder Konsole noch Spiel voll ausgereift sind.

Schnell fallen innovative Elemente der Konsole auf, die elegant ins Spiel einfließen. Öffnet man zum Beispiel eine Kiste, so blickt der Protagonist auf dem großen Bildschirm in das Behältnis, während man auf dem Controllerbildschirm das Inventar sieht und per Touchscreen Ausrüstung einpacken kann. Kaum hat man auf dem stimmigen Schrottplatz mit eben jenem System eine Armbrust erhalten, so muss man auch schon gegen die ersten leicht fauligen Gesellen antreten. Auch hier werden die Möglichkeiten der Konsole wunderbar genutzt: Benutzt man eine Waffe die über ein Visier verfügt, so kann man jetzt den Controller vor den Fernsehbildschirm halten und mit der Mattfläche auf dem Controller und per Bewegungssensor zielen. Mit viel Schwung geht es auch schon in den zweiten Level, eine schön düster gestaltete Kinderkrippe, in der nicht ganz so kindhafte Gestalten herumstolpern die man nun mit dem für einen Testlevel doch recht großen Arsenal von einer Pistole, einer Armbrust und einem Cricketschläger wieder zurück in die Hölle schicken darf.

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Wie es sich für ein Zombiespiel gehört, geht das auch auf eine Recht grobe Art und Weise. Im Klartext: Der Cricketschläger bringt schnell den einen oder anderen Kopf zum explodieren, und bei Beschuss der nicht ganz toten Herrschaften bleibt auch genug Lebenssaft an den Wänden haften. Das einzige was nicht betrachtet werden darf sind herumrollende Körperteile, auch der Kopf kann ausnahmslos platzen. Ebenfalls schön anzusehen ist, dass die Zombies bei Bekanntschaft mit dem Cricketschläger nicht unbeeindruckt weiterwanken sondern für eine kurze Zeit aus dem schlurfenden Tritt gebracht werden, also am stolpern und somit nicht handlungsfähig sind.

Der vor allem bei vielen Zombies schnelle Spielverlauf, der dann auch für eine gehetzte und bedrängte Atmosphäre sorgt stellt klar, dass Zombie U weder ein reines Survival noch ein reiner Slasher wird und lässt auf mehr hoffen. Auch die Konsole konnte auf der Gamescom einen guten ersten Eindruck schinden und hatte nur ein paar wirklich störende Mängel, bei denen vor allem die Position der Tasten noch einmal erwähnt werden muss. Auf beide Projekte sollte auf jeden Fall in Zukunft von innovativen Gamern und Zombie-Liebhabern mehr als nur ein Auge geworfen werden.

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